F1 22 im Test: Ein großer Schritt in die falsche Richtung
Ab dem 01. Juli schlagen Rennsport-Herzen wieder höher. Das offizielle Spiel zur Formel-1-Weltmeisterschaft steht in den Startlöchern. Mit den umfangreichen Regeländerungen der realen Königsklasse, F1 Life und VR bietet Entwickler Codemasters zwar viel Neues, unser Fazit fällt im Vergleich zum Vorgänger F1 2021 dennoch eher ernüchternd aus.
Wer hätte gedacht, dass die totgesagte Formel 1 innerhalb kürzester Zeit einen neuen Boom auslöst? Vermutlich eher die Wenigsten. Die Gründe dafür sind vielfältig: Da haben wir unter anderem die Netflix-Doku Drive to Survive, die selbst Rennsport-Muffel regelmäßig vor die Bildschirme fesselt, einen packenden Titel-Fight zwischen dem siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton und dem aufstrebenden Star Max Verstappen im letzten Jahr, etliche talentierte, junge Fahrer wie Lando Norris und Mick Schumacher, sowie die Marke Ferrari, die in dieser Saison endlich wieder um Siege mitfährt.
Auch für die Fans des virtuellen Racing gibt's gute Nachrichten, denn neben dem offiziellen Formel-1-Spiel kommt später im Jahr noch der F1 Manager 2022 von Entwickler Frontier auf den Markt. Für viele Zocker wird die Management-Simulation vielleicht sogar die erste Wahl bleiben. Mit F1 22 gerät die Rennspiel-Reihe von Codemasters und Electronic Arts nämlich gewaltig ins Wanken. Die Probleme sind dabei sogar recht vielschichtig: Von neuen unnützen Features über eine zu aggressive KI bis hin zu groben Gameplay-Problemen.
In diesem Artikel
Mein Haus, mein Geld, mein Style
Quelle: PC Games
Brillen, Kopfbedeckungen, Hosen, Shirts und Schuhe: In F1 Life lässt sich unser Charakter von Kopf bis Fuß anpassen.
Im letzten Jahr feierte noch ein Story-Modus namens Braking Point Premiere im F1-Spiel. Die Geschichte rund um Jungspund Aiden Jackson und Altmeister Casper Akkerman revolutionierte das Genre zwar nicht, hatte einige Logikfehler und bisweilen auch Dialoge zum Fremdschämen, aber insgesamt war es eine Neuerung, die Spaß machte.
Codemasters gab schon im März bekannt, dass die Story in diesem Jahr eine Pause einlegt. Dafür gibt's nun F1 Life. Eine Art Spieler-Hub, in der wir unsere Trophäen, Klamotten und Möbel ausstellen dürfen. Die schalten wir entweder im Spiel durch bestimmte Leistungen oder im Podium Pass frei, Mikrotransaktionen natürlich mit inbegriffen.
So können wir unser Zuhause stilistisch anpassen, unseren Kleidungsstil ändern und laut Gerüchten sogar Uhren und Brillen sammeln. Nachdem der Podium Pass jedoch erst zum Release freigeschaltet wird, wissen wir noch nicht, wie viel Bling-Bling wirklich darin steckt.
Wie viel Mehrwert das Ganze hat, können wir dagegen einschätzen. Nämlich gar keinen! Freunde können über den Spieler-Hub unser Heim zwar besuchen, doch das war's dann auch schon. Es ist zwar eine nette Idee, den mitunter etwas protzigen Lifestyle der Formel 1 irgendwie in das Spiel einzubauen, doch da gäbe es andere, deutlich passendere Möglichkeiten.
Unter anderem würden persönlichere Fragen in den Interviews oder Pressekonferenzen viel mehr Sinn ergeben. Stattdessen tischt uns Codemasters im Karrieremodus aber die identischen nichtssagenden Antwortmöglichkeiten wie in den letzten Jahren auf.
Heiße Schlitten mit Dach überm Kopf
Zusätzlich gibt's noch Supercars obendrauf. Zur Ankündigung war die Verwirrung bei Fans der Reihe groß, ob es sich dabei um die gleichnamige australische Tourenwagenserie oder einfach nur schicke Flitzer handelt. Mittlerweile steht fest, dass wir uns die noblen Straßenkarossen einiger Formel-1-Teams in unsere Bude stellen und in einigen Herausforderungen selbst ans Steuer dieser Supersportwagen dürfen.
Inklusive der beiden offiziellen Safety-Cars stehen uns nach der Freischaltung durch simples Rundendrehen insgesamt zehn dieser Fahrzeuge zur Verfügung. Darunter sind zwar so bekannte Karren wie der Mercedes-AMG GT Black Series, der McLaren 720S und der Ferrari Roma, doch mit lediglich vier Marken lässt die Auswahl zum Release doch zu wünschen übrig.
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Das ist hier die Frage...
Bin nicht der kleinste F1 Fan, aber da bleib ich erstmal lieber beim Vorgänger ;)
Hoffentlich nicht das nächste Ding, das neben Battlefield an die Wand gefahren wird.
Die Zeichen stehen aber schon leicht auf düster.
Ich erinnere mal daran, das man sich vor einem guten Jahrzehnt bei EA überlegt hat, ob die Spieler für Weaponreloads ein paar Cent - Beträge zahlen würde...
Ki - zu Aggressiv
ERS und DRS viel zu schwach
Ki hat Beschleunigung - oha
Sonst sind mir aber keine Bugs aufgefallen