Skater XL im Test: Die Simulation für Skatefans mit Niveau
Mit dem vom Easy Day Studio entwickelten Skater XL kann man seit dem 28. Juli wieder seine Skatefähigkeiten am Controller unter Beweis stellen. Das Spiel ist für PS4, Xbox One und PC erhältlich. Wir sind auf das Brett mit vier Rädern gestiegen und haben für euch unsere Erfahrungen und Eindrücke zusammengefasst.
Wer dachte, dass es neben der berühmten (aber in den letzten Jahren qualitativ extrem abgefallenen) Tony-Hawk's-Reihe keine anderen Skatespiele gibt, hat sich gewaltig geirrt. 21 Tage später als ursprünglich geplant verabschiedete sich Skater XL aus dem Early Access. Im Gegensatz zum Tony-Hawk's-Franchise kommt das Game ganz ohne Kampagne oder Story daher. Somit steht nur der Skate-Spaß im Vordergrund.
Auf dieser Seite
Der Wurf ins eiskalte Wasser
Das Spiel startet zunächst mit einem kleinen Tutorial. Die Steuerung ist nämlich etwas anders, als man es zunächst erwarten würde. Mit dem linken Stick bewegt man den vorderen Fuß auf dem Skateboard, mit dem rechten den hinteren. Zunächst wirkt es gewöhnungsbedürftig, mit dem linken und rechten Stick die Füße auf dem Brett zu bewegen.
Auch das gesamte Trickrepertoire wird größtenteils über die beiden Steuerungsknüppel ausgeführt, mit den Tasten beschleunigt und bremst man ab. Übrigens wird auch in der PC-Fassung der Besitz eines Gamepads vorausgesetzt, Maus und Tastatur werden nicht unterstützt. Das Tutorial ist sehr knapp gehalten, nur sehr wenige und einfache Tricks wie der Kickflip werden hier vorgestellt. Und schon wird man mit seinem Skateboard alleine auf die Map losgelassen.
Der Skater als Crash-Test-Dummy
Quelle: PC Games
Das Fallen sieht manchmal echt irrwitzig aus.
Die erste halbe bis ganze Stunde sollte man schon einplanen, um sich an die Steuerung zu gewöhnen. Praktischerweise befindet sich unten links eine halbdurchsichtige Abbildung des Controllers. Die beiden Controller-Joysticks werden bei der Anzeige in blau bzw. orange gehalten. Um keine Verwirrung zu stiften, leuchten die Schuhe in der zugehörigen Stick-Farbe. Für die Anfangszeit ist das ein sehr probates Hilfsmittel. Trotzdem sind die ersten Versuche, Tricks zu vollziehen, meist zum Scheitern verurteilt. Denn Dinge, die einem als Tony-Hawk's-Kennerin sonst leichtgefallen sind, gehen bei Skater XL (jetzt kaufen ) einfach erstmal schief. Das liegt daran, dass die Umsetzung des Sports hier viel näher an der Realität ist.
Die Sprünge müssen genau getimet werden, ansonsten läuft man Gefahr, hinzufallen und den mysteriösesten Tod zu sterben, den es vermutlich jemals in der Geschichte der Skate-Spiele gegeben hat. Sobald man stürzt, fliegt der Skater wie ein Crash-Test-Dummy durch die Gegend und bleibt liegen. Da ist es auch manchmal egal, wenn Gegenstände im Weg sind. Er fliegt einfach durch, bleibt hängen oder verdreht seine Extremitäten bis ins Unendliche. Aufgestanden wird nicht, vielmehr arbeitet Skater XL mit Respawns an einem vorher vom Spieler mit den Pfeiltasten festgelegten Ort. Und sollte man mal schnell von einer anderen Stelle losskaten wollen, kann man sich mit der Dreieckstaste auf der Karte an jede andere Stelle teleportieren lassen. Das Respawnen wirkt erstmal merkwürdig, aber schlussendlich ist es unglaublich praktisch, wenn man versuchen will, Tricks an einer bestimmten Stelle auszuführen und oft daran scheitert.
Wenige Musiktitel, mittelmäßige Charakteranpassung
Wenn man sich dann mal ins Pausenmenü verirrt, entdeckt man einige interessante Funktionen. Zunächst können klassischerweise die Einstellungen aufgerufen, aber auch die Map und der Charakter geändert werden. Leider sind die Auswahlmöglichkeiten nur halbwegs ins Deutsche übersetzt worden, sodass man häufig auf englische Begriffe stößt. In den Einstellungen kann man die Anzeige des Hilfscontrrollers deaktivieren, dadurch verschwindet die Verfärbung der Schuhe. Auch kann hier die Stellung des Skaters auf dem Board geändert werden. Wichtig ist aber auch die Musiklautstärke, und das hat einen einfachen Grund. Denn die Playlist von Skater XL ist gut, aber leider viel zu kurz. Nach wenigen Stunden gehen einem die sich immer wiederholenden Lieder auf die Nerven. Dann hilft leider nur muten.
Quelle: PC Games
Im Charaktereditor könnt ihr eure Skater individuell anpassen.
Wir haben die Wahl zwischen einigen vorgefertigten männlichen Skate-Profis, zusätzlich kann im Editor ein männlicher oder ein weiblicher Charakter ausgewählt und individuell gestaltet werden. Das Gesicht, das leider über keinerlei Mimik verfügt, und die Körperproportionen können nicht abgeändert werden. Dafür lassen sich die Hautfarbe und die Frisur ändern. Auch das Outfit ist anpassbar. Selbst Markennamen sind hier vertreten. Insbesondere die Schuhe stechen hier heraus. Die sind gefühlt fast so gut dargestellt wie die Schuhe in der Fifa-Reihe. Leider hat die Charakteranpassung auch so ihre Tücken. Zunächst sind Haare, Outfits, Hüte und Co. bei den männlichen Skatern vielfältiger. Auch funktioniert es nur nach mehrerem Hin- und Herprobieren, gar keine Kopfbedeckung auszuwählen. Sollte man keine schwarze Haare und trotzdem einen Hut tragen wollen, macht einem das Spiel einen Strich durch die Rechnung. Denn die Haare färben sich dann automatisch schwarz.
Learning by Doing
Quelle: PC Games
Mithilfe der Herausforderungen kann das wenig hilfreiche Tutorial etwas ausgeglichen werden.
Hat man sich von der Charakteranpassung verabschiedet und kehrt zurück auf das Skateboard, macht Skater XL richtig Spaß. Man versucht die besten Stellen auf der jeweiligen Map zu finden, um seine Tricks auszuführen. Aber fehlt da nicht noch irgendwas? Wo sind die anderen Tricks? Das Spiel kann doch nicht nur von Ollies, Kickflips und Co. leben? Und da beginnt ein großes Dilemma. Denn die anderen Tricks muss man sich einfach selbst beibringen. Das perfekte Sliden am Geländer der Treppen funktioniert nur nach fast endlosen gescheiterten Versuchen, da Absprung, Winkel und die Geschwindigkeit einfach genau richtig sein müssen. Damit das Frustrationsniveau nicht zu groß ist, sollte man nochmal in das Menü zurückkehren. Denn da können Herausforderungen absolviert werden. Das ergibt viel Sinn, denn erst dadurch wird einem die Trickvielfalt bewusst und kann erlernt werden. Ein paar Bugs haben sich auch in die finale Version reingeschlichen. Soll man beispielsweise ein Hindernis mit einem Ollie oder Nollie überwinden und absolviert diesen beispielsweise etwas früher und schafft dadurch den Hindernissprung nicht, setzt das Spiel die Herausforderung trotzdem als erfolgreich bestanden an.
Den Maps fehlt es an Leben
Quelle: PC Games
Atmosphärisch toll ist insbesondere der California Skatepark.
Wirft man einen Blick auf die Maps, fallen einige positive aber auch negative Aspekte auf. Zunächst sind diese in fünf offizielle und drei Community-Karten unterteilt. So stechen insbesondere die Maps The Easy Day High School, The Big Ramp, California Skatepark und Hudland hervor. Hier sind viele Möglichkeiten gegeben, die Tricks auf verschiedene Weisen zu erledigen. Die Karten fallen unterschiedlich groß aus. Die umfangreicheren Exemplare gefallen besser, da es hier schlicht mehr zu entdecken gibt. Hilfreich gefunden hätten wir insbesondere bei Halfpipe- oder Quarterpipe-lastigeren Karten Tipps, wie man diese erfolgreich befahren kann. Auch schaffen es nur wenige Karten, eine gute Mischung aus Slide-Möglichkeiten und Pipes hinzukriegen. Was die Atmosphäre angeht, fällt insbesondere der California Skatepark positiv auf. Es gibt kein besseres Gefühl, als nach einem gelungenen Trick dem Sonnenuntergang entgegen zu skaten. Der Nachteil an dieser Map ist wiederum die Größe, denn sie fällt zu klein aus. Weiterhin ist allen Skate-Gebieten gemein, dass sie unglaublich leblos sind. Zwar stoßen wir auf einige Autos und Busse, diese bewegen sich aber nicht und stehen nur im Weg rum. Es bleibt die Hoffnung, das im Laufe der Zeit vielleicht noch das ein oder andere Element wie Passanten hinzugefügt wird, damit die Karten ein wenig Leben eingehaucht kriegen.
Eine Skatesimulation für anspruchsvolle Spieler
Es lässt sich also festhalten, dass insbesondere Spieler, die einen höheren Schwierigkeitsgrad bevorzugen, von Skater XL sehr angetan sein könnten. Anfänger hingegen werden wohl schnell frustriert das Gamepad beiseite legen. Spaß macht die Skaterei aber auf jeden Fall, wenngleich sie sich auch in der Vollversion noch stark nach Early Access anfühlt.
Skater XL ist aktuell für PC, PS4 und Xbox One erhältlich. Eine Version für Nintendo Switch soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Ich wünschte mir eine Demo zu dem Spiel, um sich ein besseres Bild machen zu können. Und 34€ für mehr oder weniger noch Early Access finde ich dann doch etwas happig, zumindest weil ich jetzt kein großer Skateboard Fan bin. Trotzdem klingt das neue Steuerungskonzept interessant für mich. Nun gut, dann heißt es eben warten.
Vert Gameplay, also Quarter/Half-Pipes hat Skate wesentlich besser gelöst. Man mag ja jetzt meckern, ich hab die Steuerung nicht drauf, aber Vert Gameplay macht keinen spaß, wenn man bei jedem zweiten Sprung nicht innerhalb der Rampe bleibt sondern aus unerfindlichen Gründen drüber hinaus schießt. Die meisten Maps sind ne halbe Katastrophe, wären "Street Parts" auf der L.A. Karte schön designed sind, gibt es erstaunlich wenig coole Spots. Bei der Map Auswahl und Charakter Auswahl, bzw. Erscheinungsbild mangelt es ohne Ende an Content.
Das Game ist aus dem Early Access raus, ergo würdest du 34€ für ein recht dürftiges Grundgerüst bezahlen, was sich scheinbar nun 1.0 schimpft. Das ist der Punkt, der mich als Early Backer ärgert. Das Spiel hat gute Ansätze, ich hätte wahnsinnig gern ein gutes Skatespiel, aber es ist fernab von ausgereift.
Ein andere Kontroverse, das Spiel bietet keinen Inhalt. Es gibt nichts zu tun, keine Aufgaben, kein gar nichts.... Alles was man tut ist, man spawnt auf die Map, die abgesehen von dir, absolut leer ist und fährt Skateboard. Es gibt keine Punkte für Tricks oder ähnliches, es geht wirklich ganz allein um die Esthetik. Man kann drüber streiten, ob das so sinnig ist.... aus Sicht eines Skateboarders, macht es Sinn. Aus Sicht eines Spielers, wohl kaum.
Für das Geld kann ich den Titel aktuell nicht empfehlen, aber immerhin ist es Mod-freundlich und erfreut sich auch einer überschaubaren aber fleißigen Community.
Ich wünschte mir eine Demo zu dem Spiel, um sich ein besseres Bild machen zu können. Und 34€ für mehr oder weniger noch Early Access finde ich dann doch etwas happig, zumindest weil ich jetzt kein großer Skateboard Fan bin. Trotzdem klingt das neue Steuerungskonzept interessant für mich. Nun gut, dann heißt es eben warten.
Dann sind Hoher Schwierigkeitsgrad und sich Sachen aneignen wieder Pluspunkte :)
für ein Skatespiel. Siehe EA's "Skate", dort war die Steuerung sehr ähnlich, etwas weniger hardcore, aber im Grunde das selbe.
Allerdings verstehe ich die Bewertung von dem Titel hier nicht, ich bin selbst Skater gewesen, stehe immer noch seltenst, aber noch auf dem Board. Ich habe in SkaterXL sehr früh investiert, und hatte mir ein ordentliches Spiel erhofft. Das das Spiel nun 1.0 sein soll, ist lächerlich.
Es wird nicht fallen gelassen vom Entwickler und weiter gepatcht. Das hätten sie auch mit Version 0.8 weiter machen können, das wäre den jetzigen Backern gegenüber fair. In dem (ja entschuldigt bitte) beschissenem Zustand, könnte das Game getrost 4/10 Punkten bekommen.
Wo holt das Spiel bei euch die Punkte ab? Die ganzen kleinen Maps? Die unbelebten Maps? Die zahlreichen Fehler? Die unsichtbaren Ecken wo man hängen bleibt? Die vielfältige Charakterauswahl von 4 Semi-Pros und 2 Standard Charakteren mit den paar Outfit Möglichkeiten?
Dem fehlenden Menü und einem nicht vorhandenem "Spiel beenden" Knopf?
Also Leute, das ding ist immer noch mehr Gerüst als Releasetitel, ich bin hier der Hardcore Skater und müsste das Spiel um mein Skateleben Verteidigen und selbst ich, hab kaum etwas gutes zu dem Spiel zu sagen! Und da geht es mir nicht um mein Geld, aber das die "Entwickler" dieses
Ding schon 1.0 nennen, ist mehr als Besorgniserregend. Sorry, hab bisher eure Wertungen noch nie angekreidet, aber heute hab ich ein dickes, fettes Fragezeichen auf der Stirn.
Irgendwie kann ich mir das mit den sticks nicht vorstellen klingt so umständlich und eher nach etwas wo einen aufn keks geht :(
naja irgendwann mal für nen 5er oder 10er kaufen so gefällt mir das ehrlich gesagt nicht.